Stufe 2

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kann die für den Wettbewerb relevante Projektbeschreibung eingesehen werden (auch als PDF verfügbar).
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können die Ergebnisse heruntergeladen werden.

Gebäudetyp

Modularer, autarker Baukörper

Verfahren

Offener, Open Source Ideenwettbewerb in zwei Stufen, Studierende sind erwünscht und zugelassen. Die Teilnahme an der 2. Stufe ist auch ohne die Teilnahme an der 1. Stufe möglich.

Art der Leistung Stufe 2

Konstruktive Ausarbeitung

Aufgabe Stufe 2

Das RACHEL-Baukonzept ist ein Open-Source-Projekt zur Entwicklung kostengünstiger, modularer und nachhaltiger Baukörper. Es soll der dynamische Zusammenschluss verschiedener Baukörper ermöglicht werden, die autark zu Kleinstsiedlungen zusammenwachsen können. RACHEL wird für alle Menschen frei dokumentiert und ermöglicht die Entwicklung einer offenen Wissensgemeinschaft.
Wie sieht das Wohnen der Zukunft aus, wenn ein Haus einen Verbrauchshorizont vorgibt? Welche sozialen Möglichkeiten bieten modulare, autarke Baukörper? Welche ökonomischen Implikationen entfalten sich im subsistenten Zusammenleben von Menschen? Wie sehen Arbeitswelten aus, die dieses Zusammenleben erhalten? Welche Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich für das bebaute Gelände, welche Nutzungsmöglichkeiten sind neben Wohnen noch denkbar, wie können flexible Anwendungsszenarien baulich gelöst werden? Welches Potential bietet kostengünstiger Selbstbau? Wie sieht die Zuwegung aus?
Der Schwerpunkt der zweiten Stufe fokusiert Realisierbarkeit und Kosten. Der Materialwert (1) soll 15.000 Euro pro Person nicht übersteigen. Darin enthalten sind alle Gebäudeteile samt sanitären Anlagen, die autarke Strom- und Wasserversorgung, Heizmöglichkeit, eine Gelegenheit zur Nahrungszubereitung (2) Vorrichtungen zum modularen, reversiblen Bauen, und die Zuwegung. Die Wettbewerbsteilnehmenden entscheiden selbst, ob sie ein einzelfunktionierendes Modul oder eine zusammenfunktionierende Gruppe von Modulen, also Kooperatives Wohnen, planen. Die Wohnfläche oder Modulgröße wird nicht definiert. So können Funktionsmodule einerseits und Wohnmodule andererseits mit flexiblen Größen entworfen werden. Entscheidend sind die Kosten pro Person. Falls sich die Teilnehmenden für die Variante Kooperatives Wohnen entscheiden, so bleibt den Teilnehmenden überlassen, ab welcher Personenzahl ihr Modulsystem funktioniert. Um den geforderten Kostenrahmen einhalten zu können, werden kreative Lösungen nötig sein.
Die Bauten sollen – trotz einer auf Dauerhaftigkeit ausgerichteter Konstruktion – de- und remontierbar, jedoch nicht notwendigerweise mobil sein.
Überlegungen zur Barrierefreiheit werden wohlwollend aufgenommen.
Bei der Konstruktion ist der Aspekt des einfachen Selbstbaues wichtig.
Zusätzlich zu den soziologischen und technischen Aspekten von RACHEL ist die Gestaltungsfrage zu bedenken.
Wir ermutigen die Wettbewerbsteilnehmenden, interdisziplinäre Teams zu bilden.
Das Gebäude soll zunächst für Deutschland optimiert sein.

(1) Das gewählte Material sollte möglichst regional verfügbar und gemäß verantwortbarer Sozialstandards hergestellt sein.
(2) Bitte denken sie einfach: sie könnten auf einen Herd oder eine Küchenhexe verzichten, in dem sie eine simple Anrichte zu einer Rohköstler-Küche erklären. Oder planen sie einen Pyrolysekocher für 100 Euro ein. Seien sie kreativ!

Leistungsumfang Stufe 2

Schnitte, Konstruktive Details, Grundrisse, Ansichten, Kostenschätzungen und Baubeschreibungen.
Darzustellen auf maximal 5 Plänen, DIN-A-1-Format.

Informationen

Die für den Wettbewerb relevante Projektbeschreibung kann unter http://rachelarchitektur.de/wettbewerb/stufe2/ heruntergeladen werden.
Der Wettbewerb wird als digitales Verfahren ausgelobt. Die Zusendung der Wettbewerbsbeiträge erfolgt via Email im PDF-Format an lars.lange@koelnerbox.de.

 

Urheberrechte

Der Wettbewerb ist ein Open Source Architekturwettbewerb und akzeptiert als Urheberrecht zwei Creative Commons Lizenzen (Version 3.0) oder die bedingungslose Lizenz CC0. In der 2. Stufe ist die Anwendung der CC-Lizenzmodule „ND“ und „NC“ nicht gestattet.
Somit verbleiben den Wettbewersteilnehmern drei Lizenzen:
CC BY
CC BY-SA
CC0
Der hier vorliegende Wettbewerb sucht Lösungen, die als grundlegende Konstruktionsschemen Verwendung finden und von Dritten weiterbearbeitet und kommerziell genutzt werden können. Dieses Vorgehen zeigt in praktischer Weise die Möglichkeiten auf, kollaborativ an der Schaffung von Gemeingütern zu arbeiten und trägt in entscheidender Weise zur Verbreitungsmöglichkeit der RACHEL-Idee bei. Aus diesen Erfordernissen funktionieren nur diese drei Lizenzen. Es können nur Arbeiten angenommen werden, die ausdrücklich unter eine der hier angegebenen Lizenzen gestellt werden, da der Open-Source-Gedanke und die Schaffung von Gemeingütern eine Kernkomponente des RACHEL-Architekturprojektes ist.
Bitte machen sie auf ihren Einreichungen deutlich die gewählte Lizenz auf allen Plänen kenntlich.
Grundsätzliche Informationen zu CC:
http://creativecommons.org/licenses/
http://creativecommons.org/about/cc0 http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons
Nähere Informationen zu den Lizenzen in Verbindung mit Architektur finden sie hier: http://openarchitecturenetwork.org/licensing
Sollte es von den Wettbewerbsteilnehmenden der 2. Stufe gewünscht sein, so ermöglicht es die Open Source Lizenzierung die Verwendung der Wettbewerbsbeiträge der 1. Stufe als Grundlage zur weiteren Vertiefung und Bearbeitung, sofern der Wettbewerbsbeitrag der 1. Stufe nicht die CC-Lizenzmodule „ND“ und „NC“ enthält.
Die Lizenzierung der Wettbewerbsbeiträge ist ungewöhnlich und erfordert vom Wettbewerbsteilnehmer eine Beschäftigung mit den Chancen, die Creative Commons bietet. Bei Rückfragen steht ihnen die Wettbewerbsbetreuung gerne zur Verfügung.

Preisrichter Stufe 2

Prof. Eva-Maria Pape, FH Köln, Köln (1. Vorsitz des Preisgerichtes)
Nicole Allé, Chefredakteurin „energiezukunft“, Berlin
Marc René Arns, Softwarentwickler, Köln
Christine Banning, Naturstrom AG, Forchheim
Prof. Dr. Dirk Henning Braun, RWTH Aachen, Aachen
Natasha Cvetkovic, Kölner Design Akademie, Köln
Jonathan Haehn, superartitecture, Köln
Prof. Jean Heemskerk, FH Frankfurt am Main, Frankfurt
Prof. Annette Hillebrandt, Universität Wuppertal, Köln
Prof. Marc Immel, FH Koblenz, Köln
Ragnhild Klußmann, raumwerk.architekten, Köln
Anne Korfmacher, Architektin, Düsseldorf/Karlsruhe
Prof. Sašo Medved, Universität Ljubljana, Lubljana
Lars Lange, RACHEL-Architekturprojekt, Köln
Vanessa Laumann, Umweltwissenschaftlerin, Köln
Prof. Heike Matcha, FH Aachen, Aachen/Berlin
Dr. Lisa Johanna Müller, Ecomotive, Bristol
Florian Rötzer, Chefredakteur „Telepolis“, München
Jochen Reetz, diiip, Köln
Maxim Tyrakowski, superartitecture, Köln

Preisgelder Stufe 2

1. Preis: 3000 Euro
2. Preis: 2000 Euro
3. Preis: 1000 Euro

Ausstellung

Alle Wettewerbsbeiträge werden zwischen September und Dezember 2013 in einer Ausstellung präsentiert, nähere Informationen folgen in Kürze. Für die 2. Stufe ist eine Ausstellung im Rahmen der plan14 angedacht.

Dokumentation

Alle Wettbewerbsbeiträge werden auf einem Wiki dokumentiert und der Allgemeinheit als Wissensallmende zur Verfügung gestellt.

Sprache

deutsch/englisch

Geltungsbereich

weltweit

Berufsgruppen/Studierende

Architekten, Stadtplaner, Freiraumplaner, Designer und verwandte Disziplinen

Termine Stufe 2

Abgabefrist: 22.09.2014, Maileingang bis 16:30 Uhr
Preisgericht: bis 24.11.2014
Ausstellung: 2014, wird noch bekannt gegeben

2 Kommentare

  • Dipl. Ing Martin Sasse||Antworten

    Unglaublich spannend. Bin schon lange am Thema des Modularen Bauens dran. Nicht als Architekt sondern als Stadt – und Landschaftsplaner, der über die Grundstücksverfügbarkeit und den Stadtkontext nachdenkt. Euer Wettbewerb erweitert den Horizont. Wie geht es weiter? Wann kann man die Ergebnisse der 2. Stufe anschauen.

  • Aiden||Antworten

    Ich stimme dem vorherigen Kommentar zu und finde das Thema super spannend. Wie ist denn die zweite Stufe ausgegangen? Hat das Projekt Zukunft und wird es evtl. auch eine dritte Stufe geben?

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